Klosterkonzerte • Trio Fortepiano

14.10.12 | 17:00 Uhr | Frankfurt/M • Karmeliterkloster

Trio Fortepiano
Klaviertrios von Haydn und Gyrowetz

Julia Huber (Violine)
Anja Enderle (Violoncello)
Miriam Altmann (Hammerflügel)

Das Trio Fortepiano hat sich zum Ziel gesetzt, die Vielfalt der Klaviertrio-Literatur von der Vorklassik bis zur Frühromantik aufzuzeigen. Daher werden in den Konzerten Werke der Wiener Klassiker Haydn, Mozart und Beethoven durch Kompositionen weniger bekannter Komponisten wie Stephen Storace, Leopold Anton Koželuch oder Joseph Martin Kraus ergänzt.

Das Musizieren auf originalen Instrumenten sowie eine historisch orientierte Spielweise bringen die Klarheit und Lebendigkeit dieser Musik besonders zur Geltung und ermöglichen eine größere klangliche Balance zwischen den Instrumenten. In seinen Konzerten gibt das Trio Fortepiano dem Publikum nicht nur Einführungen in die Werke des jeweiligen Programms, sondern erläutert auch die Besonderheiten der Instrumente.

Julia Huber (Violine), Anja Enderle (Violoncello) und Miriam Altmann (Hammerflügel) schlossen sich 1997 zum Trio Fortepiano zusammen. Das Trio arbeitete mit Michael Schneider und Michi Gaigg zusammen und besuchte Meisterkurse bei Gerhart Darmstadt und Egino Klepper. Ein DAAD-Stipendium ermöglichte im Herbst 1998 die Teilnahme an einem Kammermusikkurs bei Zvi Meniker in Israel. 1999 wurde das Trio beim Internationalen Wettbewerb des Vlaanderen Festivals in Brügge mit einer "Eervollen Vermelding" ausgezeichnet.

In den vergangenen Jahren gastierte das Ensemble bei verschiedenen Konzertreihen und Festivals in Deutschland und Österreich, wie dem Hohenloher Kultursommer, dem Westfälischen Musikfest, dem Oberstdorfer Musiksommer oder den Donaufestwochen im Strudengau. Rundfunkaufnahmen und Mitschnitte entstanden beim SWR, WDR und bei Radio Bremen.

Zum Programm:
Joseph Haydn - der bereits zu Lebzeiten einer der angesehensten Künstler war - ist auch
knapp 200 Jahre nach seinem Tod einer der berühmtesten und beliebtesten
Komponisten. Diesen Ruf verdiente er sich durch seine wunderbare Musik und seine
menschliche Größe. So galt er vielen Musikern seiner Zeit als „Papa Haydn", der sich um
junge Komponisten kümmerte, ihnen mit Rat und Tat zur Seite stand und ihnen in ihrer
Karriere weiterhalf.
Auch Adalbert Gyrowetz gehörte in diesen großen Kreis. Er traf im Laufe seines Lebens
immer wieder auf Haydn, erst als Bewunderer und „Ratsuchender", später als
ebenbürtiger Kollege. Sein Ruhm hat sich mit der Zeit leider verflüchtigt, obwohl er
sogar eine Autobiografie hinterließ, die ein eindrucksvolles Zeitzeugnis darstellt.
Seine Werke sind es aber mit ihrem Melodienreichtum, ihrem beginnenden
Romantizismus und ihrem spannenden Dialog zwischen den Instrumenten mehr als wert,
wieder zu Gehör gebracht zu werden.


Ort: Institut für Stadtgeschichte / Karmeliterkloster, Münzgasse 9, 60311 Frankfurt am Main