Salomon Duo



SALOMON DUO

Annette Wieland (Gesang)
Katharina O. Brand (Klavier, Hammerflügel)

Die Künstlerinnen des Salomon Duo sind beide ausgewiesene Interpreten der historischen Aufführungspraxis. Der Name des Duos bezieht sich auf den Violinvirtuosen, Komponisten und Konzertunternehmer Johann Peter Salomon (1745-1815). Er war ab 1781 mit großem Erfolg in London tätig und organisierte dort regelmäßig Konzerte der Philharmonischen Gesellschaft. Es gelang Salomon, den berühmten „Papa Haydn" nach London zu holen, und setzte sich dafür ein, dass Beethovens Musik in England noch bekannter wurde. Die Programme der Salomon-Konzerte zeichnen sich aus durch eine Mischung aus Gesangs- und Instrumentalwerken. Regelmäßig präsentiert das Duo auch mit erweiterter Besetzung seinem Publikum unbekanntes Repertoire des 18. Jahrhunderts. Die Pianistin spielt auf einem Hammerflügel nach Anton Walter (Wien 1795) aus der Werkstatt Michael Walker. Die Programme "Arie Antiche" und "Blumenlese" sind als Live-Produktionen auf CD erhältlich.

Aktuelle Programme:

Zauberer und Dämonen
Mit der Aufklärung beginnt das Interesse am Wechselspiel zwischen Natur und Mensch, den hellen und düsteren Seiten des menschlichen Daseins. Bereits im 18. Jahrhundert zeigt sich im Liedrepertoire ein gesteigertes Interesse an Mythen und Sagen, was sich im darauffolgenden Jahrhundert steigert und zu einer wahren Sammlerleidenschaft entwickelt. In unserem Programm treffen der undurchschaubare Amor und der verführerische Zauberer auf dämonische Gestalten wie Faust oder den Feuerreiter. Höhepunkt des Programms bildet die Kantate Arianna a Naxos, in der Haydn mit musikalisch-dramatischen Naturbeschreibungen die griechische Sage der verlassenen Arianna erzählt.

Zwischen Elfen und Nixen
Die Lieder der Romantiker sind voller Märchengestalten, die ihre Botschaften in heiterer, wundersamer, aber auch düsterer Art zu den Menschen bringen. Unser Programm hält eine große Auswahl dieser Geschichten in Musik gesetzt bereit. Im Zentrum steht das Märchen vom hässlichen Entlein von Hans Christian Andersen. Hier wird die Geschichte des letzten Kindes einer stolzen Entenmutter erzählt, welches zunächst - als hässlich und unbeholfen verspottet - von zu Hause flieht und schließlich als wunderschöner Schwan eine neue Daseinsberechtigung erhält. Prokofieff hat dieses Märchen in seiner unverkennbaren Tonsprache in eine kleine Minioper verwandelt. Werke für Klavier solo wie die lyrischen Stücke von Edvard Grieg oder der zauberhafte Zyklus 'Im Nebel' von Leos Janacek ergänzen das Programm.

Sagenumwobenes Schottland
Schottland ist seit jeher ein sagenumwobenes Land. Sein reicher Volksliederschatz lässt die alten Sagen und Mythen lebendig werden. Viele Komponisten ließen sich von Schottlands musikalischem Reichtum inspirieren, u.a. Joseph Haydn und Ludwig van Beethoven. Beide haben eine umfangreiche Sammlung von Bearbeitungen schottischer Volkslieder angefertigt, zum Teil auch Verleger aus England, die diese Bearbeitungen in wertvollen Drucken an die damaligen Königshäuser verkauften. Unser Programm vereinigt eine Auswahl dieser Bearbeitungen in unterschiedlicher Besetzung und lässt das Publikum teilhaben an der in Schottland immer noch lebendigen Tradition des Volksliedersingens. Mit Hans-Joachim Berg (Violine) und Gesine Petersmann (Violoncello).

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Einen Hammerflügel passend zum Repertoire kann mitgebucht werden.

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Salomon Ensemble - live -

Ausschnitte aus dem Konzert "Green sleeves" des Salomon-Ensembles am 10.11.2013 im Rahmen der Kammerkonzerte Darmstadt im Karolinensaal im Hessischen Staatstheater Darmstadt.

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Salomon Ensemble

Katharina 0. Brand, Annette Wieland, Hans-Joachim Berg, Gesine Petersmann

SALOMON ENSEMBLE

Annette Wieland, Gesang
Katharina Olivia Brand, Hammerflügel

mit: Hans-Joachim Berg (Barockvioline) und Gesine Petersmann (Barockcello)

Green Sleeves - Schottische Volkslieder

Bearbeitungen und Originalwerke von Joseph Haydn und Ludwig van Beethoven

Meisterwerke haben stets eine besondere Aura. Dass sich große Meister auch mit einfachen Volksliedern beschäftigt haben, mag zunächst verwundern. Unser Programm möchte der Sache auf den Grund gehen und stellt Bearbeitungen Schottischer Volkslieder von Joseph Haydn und Ludwig van Beethoven einander gegenüber.
In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wächst in ganz Europa das Interesse am Volkslied, entsprach es doch dem Wunsch nach Natürlichkeit nach dem Zeitalter des Barock. Liebhaber und Verleger versuchten allerorten, große Sammlungen zusammenzustellen und begannen, zum Teil hochwertige Editionen herauszugeben.
Dass Haydn und Beethoven sich in ihren Bearbeitungen mit schottischen Volksliedern beschäftigten, liegt an zweierlei: zum einen waren ihre Bearbeitungen Aufträge schottischer Zeitgenossen. Zum anderen war eigentlich nur in der typisch schottischen Volksliedtradition eine zeitgenössische Bearbeitung denkbar. Während man in Deutschland vor allem versuchte, das Volkslied zu konservieren, dienten die Volkslieder in Schottland schon immer als Inspirationsquelle für Neuschöpfungen, sei es durch neue Texte auf alte Melodien oder gar durch Neukompositionen.
Haydn und Beethoven gehen verschiedene Wege. Während Haydn in seinen Bearbeitungen auf Einfachheit setzt und damit dem Gebrauch der Volkslieder im häuslichen Musizieren Rechnung trägt, verleiht Beethoven jeder Melodie eine individuelle musikalische Bedeutung durch einen zwingenden musikalischen Satz.
Beide Sammlungen Schottischer Lieder zeugen von einer Meisterhaftigkeit der Bearbeitungskunst unter Wahrung der rhythmischen und melodischen Eigenart des schottischen Volkstons. Ergänzt wird das Programm durch Werke, die die Besetzung des Salomon Ensembles (Klaviertrio und Gesang) in allen Facetten zur Geltung bringen lässt.

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