Hörbeispiele - inteam

Hörbeispiele zum Programm "inteam"

My favorite things (Richard Rodgers; Arr. Hans-Georg Wilhelm)
Im Theater ist nichts los  (Georg Kreisler) 
Nehm S'en Alten (Otto Reutter)

CD - Produktionen - Hörbeispiele

 "DAS GIBT'S NUR EINMAL"
Annette Postel und das Salonorchester Schwanen

Werke von Werner-Richard Heymann, Gerhard Winkler und Peter Kreuder
Es führt kein andrer Weg zur Seligkeit (Heymann)
Heute Nacht ist mir so O làlà (Heymann)

© 2006, Naxos 8.557768

   
 Salut d'amour
Perlen Europäischer Salonmusik Vol.3
Elgar: Salut d'amour
Fucik: Florentiner Marsch
Godard: Berceuse
Dvoràk: Humoreske
Kalman: Czardasfürstin - Potpourri
und viele andere
© 2004 Naxos, 8.557048D
 
   
 Ich küsse Ihre Hand, Madam
Perlen Europäischer Salonmusik Vol.2
Rixner: Blauer Himmel
Ferraris: Schwarze Augen
Erdélyi: Puszta Fox
Denza: Funiculi, Funicula
und viele andere
© 2002, Naxos, 8.555344
 
   
 Wien, du Stadt meiner Träume
Perlen Europäischer Salonmusik Vol.1
Sieczynski: Wien, du Stadt meiner Träume
Toselli: Serenata
Fibich: Poème
Albeniz: Tango
Rubinstein:Melodie in F
und viele andere
© 2000, Naxos, 8.554756

 
   
 Komm, die Nacht gehört der Sünde
Die erste CD des SalonorchesterSchwanen
Winkler: Frühling in der Toscana
Boulanger: Juanita
Kreuder: Astrid tanzt
Gilbert: Wenn der Vater mit dem Sohne
und viele andere.
© 1997, Bella Musica BM31.4749
 
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Salonorchester Schwanen & Annette Postel bei Otis Schlachthof

Sehen und hören Sie einen Ausschnitt aus dem aktuellen Programm:
Komm Casanova küss mich - Carmen

Pressemeldungen

Blonde Schönheit mit erstklassiger Stimme
Bensheim. "I can't get no satisfaction": Mit dem Song aus der Feder von Mick Jagger und Keith Richards schrieben die Rolling Stones Geschichte. Annette Postel hüllte ihn in unterschiedliche musikalische Gewänder, kleidete ihn mal in schwere Noten einer klassischen Oper, schwamm fetzig auf der rockigen Welle oder gab ihm einen soulig-jazzigen Unterton.

Im steten Wechsel im Takt weniger Sekunden inszenierte sie ein musikalisches Kraftpaket. In grandioser Souveränität überschritt sie in nur wenigen Minuten die Gräben der Genres. Nicht nur Rocklegenden wusste sie spannend zu arrangieren. Wie ein roter Faden durchzieht eine fesselende Performance und ein Gestus von spritziger Ironie ihr Programm, das den durchaus doppeldeutigen Titel "Inteam" trägt.

Musikalisches Menü für Genießer

Im Rahmen der Internationalen Sommerfestspiele servierte sie zum Jahresausklang ein schmackhaftes Silvester-Menü für Genießer, die sich gern auf neue Noten und eine kreative Vielfalt einlassen mochten. Die Besucher im vollbesetzten Parktheater versetzte sie zusammen mit dem Salonorchester Schwanen in große Begeisterung, die sich nicht zuletzt in dem wohlverdienten Applaus spiegelte.

Mit Annette Postel betrat eine blonde Schönheit im langen, schulterfreien Abendkleid und zweifelsfrei mit einer großartigen Stimme die Bühne. Die Sängerin beließ es nicht bei einer sauberen Interpretation von kompositorischen Vorgaben. Sie zog in einer fesselnden Experimentierfreude die musikalischen Register, die eine hohe Professionalität verlangen. Postel las mit Bedacht einige Perlen aus der Schatztruhe und designte ein stimmiges, kontrastreiches Puzzle mit Versatzstücken aus unterschiedlichen Stilrichtungen, Kulturen und Temperamenten.

Feurige Erotik

Dabei kehrte sie souverän die russische Seele hervor, spielte mit der feurigen Erotik des argentinischen Tangos, sprühte mit dem Charme einer Marlene Dittrich oder kokettierte mit dem tiefsinnigen Humor und Sprachwitz eines Georg Kreislers. Ihre Inszenierungen boten weitaus mehr als eine Kopie des Originals.

Sie ließ sich in ihren Arrangements von einem kreativen Eigensinn lenken und knüpfte stets ein dynamisches Spannungsgeflecht, das knisterte. An Wagemut fehlte es der charmanten Künstlerin wahrlich nicht. Das zehnköpfige Orchester folgte ihrer Regie mit fingerfertiger Kreativität in die außergewöhnlich arrangierten Klangwelten. Selbst eine Säge war mit im Spiel. Kaum zu glauben, dass sich mit dem Arbeitsinstrument der Holzhacker ein so feinsinniges Hörerlebnis evozieren lässt.

Die Sopranistin wählte durchaus bekanntes musikalisches Terrain, das sie mit ihrer eigenen Handschrift unterlegte. Sie kolorierte Vorlagen mit der Kraft ihrer Stimme und unterlegte sie mit einem süffisant spöttelnden Augenzwinkern. Das Programm "Inteam" umkreist das Ränkespiel zwischen Männern und Frauen. Es setzt Liebe, Lust und Eifersucht in ein schillerndes Licht. Mal schlug die Sopranistin die zarten Melodien der Schlagerparade ("Dein war mein ganzes Herz") an oder gab "Weisheiten" im Stile Georg Kreislers ("Man muss den Männern sagen, dass sie klug sind") zum Besten.

Doch stets blitzte die Ironie durch. Annette Postel bewies nicht nur durch die Kraft der Stimme eine enorme Bühnenpräsenz. Sie plauderte über den "Ohrgasmus", den die Frau in ihrer "fleischgewordenen Anspruchslosigkeit" durch ein Komplimente-Gewitter erlebt.

Feine Zwischentöne

Dann betörte die gekonnt mit Disharmonien und falschen Tönen. Dabei gurrte sie im tiefen Sopran oder tanzte trällernd die Oktaven in die Höhe. Die feinen Zwischentöne strich sie farbenprächtig aus und beleuchtete Klangräume in geistreicher Experimentierfreude. "O Donna Clara" ließ die Urheber des Lieds kaum noch erahnen. Die Sopranistin spiegelte eine Wiedergabe auf dem Grammophon. Dabei baute sie mittels ihrer grandiosen Stimme die Kratzer auf der Schallplatte, das ohrenschmerzende Knistern des alten Gerätes und den steten Wechsel der Tempi mit ein.

Gegenentwurf zu Bizets Carmen

Die Künstlerin schob mit Fingerspitzengefühl Legenden beiseite. Den Mythos der "Carmen" aus Bizets gleichnamiger Oper kontrastierte sie mit einem Gegenentwurf. "Carmen" ist nicht mehr die schöne Zigeunerin, die in ihrer anziehenden Aura Männer betört.

Annette Postel kehrt diese Figur in ein bebrilltes, biederes Mädel mit einer bodenständigen Handfestigkeit um, das in einem etwas tölpelhaften Auftritt die Bretter der Welt erobern will. "Inteam" schillert in einer breiten Palette musikalischer Farben und feinsinniger Zwischentönen.

Den Besuchern im Parktheater servierte die Künstlerin einen anregenden Aperitif zu einer bunten Silvesternacht. moni

Bergsträßer Anzeiger
2. Januar 2012

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