Matthias Weilenmann & Dorothee Oberlinger

Die beiden Blockflötisten Dorothee Oberlinger und Matthias Weilenmann spielen seit 2004 regelmäßig als Duo und in größeren Besetzungen zusammen. Anlässlich ihrer gemeinsam Tätigkeit als Dozenten bei den APECTE Meisterkursen im Schloss Weikersheim haben sich die beiden Ausnahmemusiker zusammgefunden. Seitdem sind mehrere schöne Programme entstanden. 2012 ist das DUO mit ihrem Programm "Klingende Natur in der Barockmusik" mit Werken von M.P. de Montéclair, J. Hotteterre, Fr. Couperin und italienischer Musik des 17. Jahrhunderts an mehreren Spielorten zu hören.

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Ensemble Programme

Für Kenner und Liebhaber - Hamburg/Berlin
Der Umgang mit Musik änderte sich vor allem in den großen Metropolen Europas um 1700 stark. Vermehrt begann sich in der freien Hansestadt Hamburg eine breitere bürgerliche Öffentlichkeit für Kultur und deren Bedeutung, sowie ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft zu interessieren.Die Auswirkungen der Philosophie der Aufklärung, die eine Emanzipation des Bewusstseins forderte, führten dazu, dass auch in Berlin sich eine neue Situation etablierte: Musik, Kunst allgemein, war nicht mehr nur für die Elite, sondern, neben den „Kennern", auch für „Liebhaber" bestimmt. (Download pdf)

Ein musikalischer Tugendspiegel
Die Kompositionen repräsentieren die Entwicklung der deutschen Musik des frühen 17. Jahrhunderts. „Tugendspiegel": die Affektenlehre, die Beschreibung der Gefühle und ihrer Extreme, ihre Beziehung zur Literatur - das sind die wichtigsten Themen am Anfang der barocken Neuzeit. In deutscher Musik sind diese besonders intensiv beschrieben.

Satyr's Masque
Seufzer und Tränen, Liebe und Tod, Schönheit - Zu diesen Aspekten entstanden damals Werke von unglaublicher Lebendigkeit und äußerster Vielfalt an Formen und Besetzungen. Eine Rolle spielte dabei die Art und Weise, wie sich England im 17. Jh. (sozial-)politisch veränderte und dadurch Kunstäußerungen ständigem Wechsel unterworfen waren. Wie auf dem Festland war die repräsentative Gattung der "Oper" auch hier im Blickpunkt der Komponisten.

Les Jeux sont faits
Descartes, Richelieu, Louis XIV, Elisabeth de la Guerre, Marais, Couperin, Watteau (der Maler), Pécour (einer der grossen Tänzer und Choreografen am Anfang des 18. Jahrhunderts), das sind nur einige wenige, wenn auch wichtige Persönlichkeiten der Zeit zwischen 1600 und 1715 in Frankreich, deren Leben und Werk die Entwicklung der Musik mit beeinflusst haben. Feinheit und Vielfalt französischer Kunst nach 1600, die speziellen Auswirkungen im Musikalischen (bsp. Inégalité, Klanggestaltung, Umgang mit Stille, Musik, Tanz, Rhythmus und Sprache) zeigt, dass die Musik und Tanz, die Kunst, das Leben, nur im jeweiligen sozialen Umfeld zu verstehen ist.